Fotorucksack im Urlaub – Der f-stop Ajna

Wir haben gerade eine Woche Urlaub auf Terschelling verbracht. Ich habe meinen Fotorucksack gepackt und wieder alles hineingepackt was irgendwie hineinpasst. Natürlich tauchten beim ersten Aufsetzen wieder Fragezeichen in meinem Kopf auf:

Warum kannst du Vollpfosten nicht einfach weniger einpacken?! Ein halbvoller Rucksack ist doch auch ganz schön, viel leichter und man hat noch Platz für andere Dinge eine Regenjacke zum Beispiel. Warum nimmst du nicht einen anderen Rucksack?

Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs und ich habe den großen f-stop Ajna auf dem Rücken gehabt. Gewicht spielte also eine Rolle und weniger sollte eigentlich mehr sein.

Reicht nicht auch ein normaler Rucksack oder ein kleiner Trekking- oder Wanderrucksack?

Meiner Meinung nach gibt es den perfekten Rucksack nicht. Für kleine Touren ist ein riesiger 80l-Rucksack der absolute Overkill. Hat man aber nur einen kleinen Rucksack und möchte doch einmal ein größeres Objektiv mitnehmen ist man aufgeschmissen. Wie immer ist es ein Kompromiss. Daher habe ich mich für 40Liter entschieden. Halb Fisch, halb Fleisch.

Früher habe ich meine Kameras und Objektive immer in Fleecetücher oder Neoprentaschen gesteckt und diese einfach in einem kleinen leichten Wanderrucksack mitgenommen. Mittlerweile habe ich aber einfach zu viel Zeugs das mit soll und das hochwertige Equipment soll möglichst gut geschützt sein.

Für diesen Urlaub hatte ich diverse Objektive für Landschaft und Portrait vorgesehen, außerdem sind jetzt die kleinen Seehunde am Strand also muss die große Tüte mit, dann das Videozeug und natürlich die kleine A6000 weil die keinen Platz wegnimmt. Dann natürlich noch Filter, Stative, Lichtgedöns. Die weekly challenge steht auch an aber da brauche ich nur ein Weitwinkelobjektiv, das hätte ich für die Landschaftsaufnahmen so oder so mitgenommen.

Ich möchte hier an dieser Stelle nochmal kurz an das Fahrrad erinnern.

An dem f-stop hat mich besonders die Idee mt den ICUs (Internal Camera Unit) fasziniert. Unterschiedliche ICU-Größen ermöglichen dabei den Rucksack auf meine Bedürfnisse anzupassen. Der Ajna hat ein Fassungsvermögen von ca. 40l. Damit ist er für den normalen Wahnsinn vielleicht schon ein wenig übertrieben. Aber so wie jetzt auf einer Mehrtagestour genau richtig. Das Equipment ist immer gut geschützt ob ich nun viel oder wenig mit mir herumschleppe.

Problem dabei: Je mehr Fotoequipment mitkommt desto weniger Platz habe ich für andere Dinge wie Klamotten, Essen und andere Ausrüstung. Auch hier gilt es wieder abzuwägen.

Ich habe mich daher für eine große ICU entschieden, nehme alles Kamerazeug mit auf die Insel und lasse sämtliches Lichtzeug zu Hause. Das ICU habe ich vollgepackt, obenauf kamen noch Lageräte, Akkus und Regensachen. Alles weitere musste dann in die Packtaschen passen.

Für die Tagestouren habe ich mich für die D750 mit dem 24-70mm 2,8 und parallel dazu die a6000 mit dem 55-210mm (83-315mm an KB) entschieden und kann dadurch eine ordentliche Bandbreite abdecken.

Leider habe ich so immer ein halbleeres ICU mit mir durch die Gegend geschleppt. In die einzelnen Kompartments kam jeweils ein Butterbrot, Kekse oder ähnliches anstelle der Objektive und obenauf wie immer das Regenzeug.

Wenn ich mehr Stauraum brauchte konnte ich immer das ICU rausnehmen und hatte die vollen 40Liter zur Verfügung. Spezielle Fototouren mit großem Besteck oder mit Videoequipment haben es dann erforderlich gemacht umzupacken.

Der f-stop ist der teuerste Rucksack den ich besitze und jedes Mal wenn ich ihn in die Hand nehme (durchaus selten) frage ich mich ob es wirklich nötig war so viel Geld für einen Rucksack auszugeben. Die Nähte sind wasserfest, das Obermaterial extrem robust und die ICUs nutze ich auch solo als Transporttasche im Auto. Jedes Mal nach einem kräftigen Regenschauer bin ich dann aber froh ihn zu haben, weil ich weiß mein wichtiges Equipment ist geschützt und sicher.

Nach ca. 6Monaten ein klares Thumbs up. Auch für den nächsten Urlaub ist er wieder gesetzt.

Weekly Challenge No.3 – Ausflug

Auf geht es zum Schloss Oelber. Hier findet am Wochenende der 22. Christkindlmarkt statt. Ein riesiges Gut mit ehemaligen Stallungen, Kutschenhäusern und parkähnlicher Gartenanlage beherbergt an zwei Wochenenden im Dezember einen riesigen Weihnachtsmarkt. Messeware trifft auf Kunsthandwerk, Landleben und country attire at its best.

Die riesigen Gebäude sind liebevoll restauriert und voller Menschen die sich um selbstgemachte Schuhe, Konfitüren aus England, Schottische Whiskeys, Origami-Klappgrußkarten und sonstiges sinnvoll und sinnlose Produkt drängen.

Natürlich dürfen Wildbratwürstchen, Honig, Crepés und Pommes nicht fehlen um die Besucher bei Laune zu halten. Wir sind sehr früh da, so dass es noch nicht ganz so voll ist. Meine Hoffnung unter den ganzen Plünnen eine Bankers Lamb zu finden haben sich leider sehr früh zerschlagen und so stöbern wir einfach an den Ständen entlang, halten hier einen Schnack und klönen dort ein wenig.

Während es langsam immer dunkler wird genießen wir einen Flammkuchen und anschließend einen Kinderpunsch. Ich fahre und Katharine hat nicht so recht Lust auf Glühwein. Je dunkler es wird, desto voller wird es auch auf dem Gelände. Ältere Menschen mit Rollator, Familien mit Kind und Kegel, Menschen mit Hund, Reisegruppen, immer voller wird es dabei ist um 18Uhr die Veranstaltung bereits wieder vorbei.

Kurz vor Ende entschließe ich mich zu einem Foto vom Schlosstor mit illuminiertem Baum davor. Es ist bereits die blaue Stunde und ich kann zwischen einzelnen Menschenschüben mit 24mm Brennweite ein Foto schießen.

Weekly Challenge No.2 – Advent

Das Thema für diese Woche lautet Advent. Da wir bereits dabei sind für die Weihnachtszeit aufzurüsten sollte das kein Problem darstellen. Während der Woche wird noch kräftig überlegt und an der Komposition geschraubt. Was soll es werden? Welches Motiv? Wie in Szene gesetzt? Was verbinden wir mit Advent? Hin überlegen, her überlegen, verwerfen, nun doch ganz anders.

Am Sonntag dann Schnee. Nicht nur ein bisschen sondern richtig viel Schnee. Soviel Schnee, dass abends als unser Stern draußen auf der Terrasse angeht eine wunderbare Lichtstimmung entsteht. Sofort wird das Motiv eingefangen und von allen möglichen Richtungen und Blickwinkeln mit unterschiedlichen Brennweiten eingefangen. Effektive 30min. Aber mindestens 20 gute Aufnahmen dabei.

Ganz nebenbei habe ich auch mal auf den kleinen Herrnhuter Stern bei uns im Fenster gehalten. Hing da ja auch so leuchtend rum.Sicherlich, die Bilder von dem Stern auf der Terrasse sind etwas geworden, aber das was für mich am ehesten die Adventscharakteristik widerspiegelt, das ist das Zufallsprodukt vom Herrnhuter Stern.

Überlegung zu Setup: 20 min, Shooting: 10 min, am Ende anderes Motiv auswählen: Priceless

#52wiesnerwochen

Ich habe durch Zufall auf youtube den Kanal von Stephan Wiesner entdeckt. Stephan hat vor kurzem die 52 WochenChallenge ausgerufen und ich habe mich entschlossen den Spaß mitzumachen. Kern des Ganzen ist es die Fotografie durch kleine Aufgaben weiterzuentwickeln und darüber Tagebuch zu führen, so dass die Erfolge auch sichtbar werden.

Ein schönes Projekt wie ich finde. Da ich bereits seit längerem ein Journal führe, habe ich kurzerhand meine Challenge hier mit aufgenommen. Die erste Woche hatte zum Thema: Deine Stadt/Dorf mit einem leichten Teleobjektiv (ca. 70mm Brennweite) zu fotografiert. Die habe ich leider verpasst und erst zur zweiten Woche eingeschaltet. Ärgerlich, aber so ist das manchmal. Ich werde die Woche am Ende dran hängen.

Gothikshooting

Am letzten Samstag ging es in aller Frühe los. Um 7:00Uhr haben wir mit einfachsten Mitteln das Setup aufgebaut. Makeup, Planung und Dress waren da bereits abgeschlossen.

Die Requisiten hatten wir im Vorfeld besorgt und alles schon am Vorabend gepackt und organisiert.

Verschiedene Outfits, unterschiedliche Schuhe, Decken, Jacken, Gehstock, Zylinder etc. mussten genauso mit wie drei Kameras, Lichtstative, Kamerastative, Funkauslöser, Blitzlichter, Beautydishs und und und. Mit anderen Worten das Auto war voll.

Alles war bereits geplant. Nur die Location und das Wetter standen auf der Kippe.

Bei der Location haben wir zwei verschiedene Szenarien in der Planung gehabt und uns spontan für die eine Variante „Nebelwald“entschieden. Die Stimmung war gut, mir sind die Hände abgefroren und ich bin permanent durch die Gegend gehechtet um in den Planungsnotizen nachzusehen ob ich nicht doch etwas vergessen habe.

Insgesamt hat es unglaublichen Spaß gemacht.